Angehende Meisterinnen und Meister erhalten exklusive Einblicke
Besonderer Abend für die Meisterklasse der Mannheimer Carl-Benz-Schule (CBS): Gemeinsam mit ihrem Lehrer Frank Porsche-Zieher besuchten die angehenden Meisterinnen und Meister die Firma AKV.
Der Treffpunkt war um 17:00 Uhr in den Produktionsräumen des Unternehmens. Geschäftsführer Sebastian Busch empfing die Gruppe herzlich und sorgte mit Kaffee, Getränken, Brezeln und Käsestangen für das leibliche Wohl der Gäste.
Nach der Begrüßung erhielten die Teilnehmenden einen kompakten Überblick zur Firmengeschichte sowie zu den aktuellen Projekten. Zahlreiche Glasfassaden für einen bekannten Discounter wurden bereits von den Mitarbeitenden erneuert; außerdem laufen bereits Vorbereitungen für neue Aufträge mit renommierten Unternehmen.
Das Ziel der Veranstaltung war die Herstellung eines dreh-kippbaren Aluminiumfensters in der Größe 1000 x 1200 mm. Hierfür wurden sämtliche Produktionsdaten und Anbauteile in ein Programm eingegeben und digital an die Maschinen in den Werkhallen übermittelt. Manuelle Zeichnungen wurden nicht mehr verwendet — alles lief digital.
Nach etwa einer Stunde Dateneingabe folgte ein Rundgang durch die Fertigung. Begeisterung war unter den Schülerinnen und Schülern spürbar, als sie den Schweißroboter in Aktion sahen.
Zwischenzeitlich wurde eine CNC-Maschine der Firma Schüco gestartet und die Programme geladen. Bestückt mit einem sechs Meter langen Aluminiumprofilrahmen begann der Fertigungsablauf: Bohren, Fräsen und Zuschneiden mit nur minimalem Verschnitt. Nach etwa 20 Minuten lagen das fertige Fenster sowie der dazugehörige Rahmen bereit.
Ein durchdachtes Ablagesystem verhinderte Verwechslungen der Einzelteile: Jedes Bauteil wurde per Strichcode gekennzeichnet und dem korrekten Fach zugeordnet.
Anschließend erfolgte die Montage. Die gefertigten Teile wurden am Montageplatz gescannt, freigegeben und alle Anbauteile bereitgestellt. Entgraten, Reinigen und Vorbereiten der Teile gehörten ebenso dazu wie das Auftragen der Dichtungsmasse, das Aufstecken der Eckverbinder und das Fixieren mit Druckluftwerkzeug. Die Gummidichtungen für die Glasscheibe wurden an einer separaten Maschine nach zuvor festgelegten Daten zugeschnitten.
Beschläge und Griff wurden fachgerecht montiert, sodass das Fenster anschließend geöffnet und geschlossen werden konnte — eine grundlegende Funktion, die erfüllt sein sollte.
Zum Abschluss bedankte sich die Gruppe bei Herrn Busch für die aufschlussreichen Einblicke in die Produktionsabläufe und die beeindruckend schnelle Fertigung eines Fensters. Ein besonderes Dankeschön ging außerdem an die Firma Schüco für die Bereitstellung der Materialien.
„Ein meisterliches Event!“, lautetet im Anschluss der einhellige Tenor aller Beteiligten.

